GRKesselberg, Bürg

Zusammen mit Titting und Bechthal erwarb das Hochstift Eichstätt im Jahre 1544 auch Kesselberg, nach der Säkularisation wurde Kesselberg 1879 ebenfalls selbstständige Gemeinde des Landkreises Hilpoltstein. Die Gebietsreform 1972 vereinigte den "Berg" wieder mit Eichstätt, Kesselberg gab seine Selbstständigkeit auf und wurde Ortsteil der Großgemeinde Titting, Landkreis Eichstätt, Regierungsbezirk Oberbayern.

 
Schlosskirche Kesselberg / Bürg

Die Herren von Kesselberg hatten ihren Sitz in dem heutigen Bürg (burgi) auf der sich zwischen dem Anlautertal und dem Kesselberger Tal vorschiebenden Bergzunge. Über diesen Ortsadel ist wenig bekannt. Urkundlich erwähnt wurde er von 1255 bis 1312. Danach scheinen Burg und Dorf Kesselberg in den Besitz der Pechthaler und später der Erlingshofer übergegangen zu sein. 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Ein Grundmauerzug hat sich im nördlichen Teil der westlichen Vorburg erhalten. Die Herren von Kesselberg führten ein eigenes Wappen, einen Kessel mit Henkel. Die Farben des Wappens sind nicht bekannt. 1725 wurde die Schlosskapelle St. Laurentius neu gebaut (erstmals erwähnt 1602). Sie steht auf dem ehemaligen Burggelände in der westlichen Vorburg und verfügt über eine sehenswerte spätgotische und barocke Ausstattung. Sie ist Filialkirche von St. Michael in Titting.