GREmsing

Emsing ist aufgrund seiner Lage und seines Namens der ersten bayerischen Siedlungsepoche zuzuschreiben. 1158 wird ein Domherr Reinboto von Omgensingen urkundlich erwähnt, der in Emsing Besitz hatte. Dieser Ortsadel hat vermutlich dem Dorf den Namen gegeben. Emsing gehörte zum Domkapitel, 1239 hat das Kloster Rebdorf Besitz in Emsing und 1305 vermachte der letzte Graf von Hirschberg seine Besitzungen in Emsingen dem Bischof von Eichstätt. Aus dem Jahre 1306 ist eine Rechtssprechung im Dorfgericht zu Emsing beurkundet.
Die Kirche in Emsing ist dem Hl. Martin geweiht und wurde 1277 konsekriert. Während des Bauernkrieges brach in der Kirche ein Brand aus, sodass ein Neubau erforderlich wurde (1612). Erweitert 1738, weist sie eine beachtenswerte Innenausstattung auf (fr. spätgotische Figuren an den Seitenaltären). 1920 wurde das ehemalige Beinhaus in eine Kriegergedächtniskapelle mit Pieta umgewandelt. Im Friedhof steht ein sehenswerter mittelalterlicher Taufstein. Emsing ist eine Urpfarrei, die 1430 ihre größte Ausdehnung hatte. Zu ihr gehörten Grafenberg, Erkertshofen, Untertitting mit der Martinskirche, Petersbuch, Heiligenkreuz und Biburg.
Auch während des 30-jährigen Krieges wird dieser Ort mehrfach erwähnt. So diente er 1637 als Winterquartier des kaiserlichen Heeres und war 1647 Hauptquartier des kaiserlichen Generals Geelen. 


Idyllisches Emsing

 Nach der Säkularisation teilte dieses Dorf sein Schicksal mit all den anderen, es wurde selbstständige Gemeinde und kam zum Landkreis Hilpoltstein. Im Zuge der Gebietsreform 1972 musste die Selbstständigkeit aufgegeben werden. Emsing wurde Ortsteil der Großgemeinde Titting.

Herlingshard gehörte zu der bis 1972 selbstständigen Gemeinde Emsing und wurde mit dieser durch die Gebietsreform 1972 in die Großgemeinde Titting eingemeindet.
Der Weiler wird 1489 erstmals erwähnt. Er bestand ursprünglich aus zwei Höfen, von denen der obere Nürnbergisch und der untere Eichstättisch war und zum Vicedomamte gehörte. Gleichzeitig diente er als fürstbischöflicher Jagdsitz. Tor und Gartenmauer sind mit Steinbrüsten allegorischer Art geschmückt (ca. 1600), die vermutlich aus den Gärten der Willibaldsburg Eichstätt stammen. 1790 wurde in diesem Hof für Fürstbischof Anton III. eine Hauskapelle errichtet, die heute leider nicht mehr vorhanden ist. Aus dem Eichstättischem Hof wurden 1926 zwei Höfe, sodass der Weiler Herlingshard heute aus drei landwirtschaftlichen Betrieben besteht.